Planungsbericht Kultursaal vorgestellt
Bericht im Entlebucher Anzeiger vom 27. Juni 2025
Text von Selina Stadelmann
An der Gemeindeversammlung Escholzmatt-Marbach wurden neben der Jahresrechnung mit einem Ertragsüberschuss auch der Planungsbericht des Kultursaales vorgestellt. Zudem wurde der langjährige Gemeindeschreiber Anton Kaufmann verabschiedet.
Die Gemeinde Escholzmatt-Marbach lud vergangenen Dienstag zur Gemeindeversammlung ein. 87 Personen, davon 85 Stimmberechtigte fanden den Weg in den Pfarrsaal Escholzmatt, wo sie von Gemeindepräsident Beat Duss in Empfang genommen worden waren. In der Tranktandenliste stand vor allem der Jahresbericht 2024 und der Jahresrechnung 2024 im Zentrum. Zur Präsentation der Jahresrechnung nahm Gemeindeammann Pius Kaufmann den Platz am Rednerpult ein. Er verlautet, dass mit der Jahresrechnung 2024 wiederum ein «erfreuliches Ergebnis» festzustellen ist. Es konnte ein Gewinn von rund 1.3 Millionen Franken erzielt werden, wobei sich die Bruttoinvestitionen auf rund 1.6 Millionen Franken beliefen. Der Gemeinderat zeigte sich erfreut und sieht eine gesunde Entwicklung der Gemeinde Escholzmatt-Marbach. Die Versammlung nahm die Jahresrechnung einstimmig an.
Genehmigung von Krediten
Der Gemeinderat legte der Versammlung zuerst die Abrechnung über den Sonderkredit der Aufbahrungshalle Marbach vor. Die Versammlung genehmigte die Abrechnung mit einer Kreditunterschreitung von 32’000 Franken einstimmig.
Die zweite Abstimmung über einen Kredit handelte von einem Nachtragskredit für das Projekt «Siedlungsentwässerung Unterwiggen». Gemeinderätin Jeanette Riedweg-Lötscher erläuterte die Sachlage. Im Gebiet Unterwiggen sind private Haushalte an die Strassenentwässerung angeschlossen. Dieses System wird im Rahmen der Sanierung der Kantonsstrasse ebenfalls saniert und der Kanton ist nicht verpflichtet private Haushalte an die Strassenentwässerung anzuschliessen. Die Gemeinde hat sich nach Verhandlungen mit dem Kanton Luzern entschieden dort wo möglich die private Entwässerung selbst zu gestalten und in gewissen Fällen in die Strassenentwässerung einzuleiten. In diesen Fällen muss aber die Gemeinde die Mehrkosten tragen, wofür ein Kredit von 250’000 Franken gewährt werden sollte. Die Versammlung nahm den Antrag des Gemeinderates den Nachtragskredit zu gewähren einstimmig an.
Planungsbericht Kultursaal vorgestellt
Den nächsten Traktanden, die Bestimmung der Revisionsstelle, eine Teilrevision der Gemeindeordnung und die Aufhebung des Schulreglements, stimmte die Versammlung einstimmig zu. Anschliessend folgten einige Kenntnisnahmen. Die Gemeindeversammlung nahm die Beteiligungsstrategie, die Gemeindestrategie und das Legislaturprogramm zur Kenntnis. Für die Präsentation der Planungsberichtes des Kultursaales übernahm Ursula Schüpbach von IC Infraconsult das Wort. Sie war die Leiterin des Projektes «Planungsbericht». In ihrer Auswertung hält sie fest, dass das Bedürfnis nach einem zusätzlichen Saal vorhanden ist. Es komme oft zu Terminkollisionen, zudem gäbe es im Ortsteil Escholzmatt nur eine Bühne und keine Küche mit Einrichtung. Die Vision ist ein flexibler Saal in zentraler Lage, der genügend Parkplätze aufweist und nahe am ÖV ist. Nach Beratungen kam die Kultursaalkomission auf zwei Standorte, die infrage kommen. Die Mehrzweckhalle Ebnet, der ein Anbau beigefügt werden soll und das Areal Rössli inklusive der Wiese. Letzteres kommt bei einer Umfrage, die im Frühling 2025 durchgeführt wurde, bei Privatpersonen am besten an, besonders das Argument der Aufwertung des Dorfkerns und die zentrale Lage wurden oft genannt. Für den Standort MZH Ebnet sprach vor allem das Argument der Synergien mit bestehender Infrastruktur. Schüpbach stellt abschliessend fest, dass das Bedürfnis nach einem zusätzlichen Saal vorhanden und die Befragten mit den Vorschlägen einverstanden sind. In einer anschliessenden Frage- und Diskussionsrunde meldeten sich viele Stimmen zu Wort, um Denkanstösse zu geben oder sich bereits jetzt für oder gegen das Projekt auszusprechen.
Persönliches
Zum Schluss verabschiedete Gemeindepräsident Beat Duss den langjährigen Gemeindeschreiber Anton Kaufmann in die Pension. Während über 40 Jahren fungierte Kaufmann als Gemeindeschreiber und Notar und wurde von allen Seiten sehr geschätzt. Duss lobte Anton Kaufmann als vielseitig engagierte Person, sowohl im Beruf, als auch im Privatleben. Duss dankte ihm für die langjährige Tätigkeit und Freundschaft und entliess ihn mit Wehmut in die Pension. Glücklicherweise konnte die Stelle des Gemeindeschreibers bereits neu besetzt werden. Marco Studer, ein ehemaliger Lehrling Kaufmanns, übernimmt den Posten und führte vergangenen Dienstag bereits Protokoll.
Anton Kaufmann (4. v. r.) und Marco Studer (3. v. r.) mit dem Gemeinderat

